AMP Anwendungszentrum Mikroproduktionstechnik

Standort: Pascalstr. 13-14, Berlin-Charlottenburg
Nutzung: Forschungsgebäude
Auftraggeber: Fraunhofer Gesellschaft, Hansastr. 27 c, 80686 München
Bauaufgabe: Erweiterung des Fraunhofer Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK (Doppelinstitut) durch den Neubau für das Anwendungszentrum für Mikroproduktionstechnik AMP
Architekten: raum 317 – Bayerer, Bernardy, Heidenreich, Lehnert, Knesebeckstr. 33/34, 10623 Berlin
Tragwerk: Dipl.-Ing. Herbert Fink, Ingenieurbüro für Bauwesen, Davoser Str. 2, 14199 Berlin
Leistungen: Tragwerksplanung gem. Teil VIII HOAI, Leistungsphasen 2-6, Wärmeschutz
Bearbeitungszeit: 2009
Brutto Rauminhalt: 13957 m³


Baubeschreibung:
Der Neubau des AMP schließt sich auf der Südseite an das zweigeschossige ringförmige Seminargebäude des Fraunhofer Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK* an.
Dieser Erweiterungsbau fügt sich - ebenso zweigeschossig - in das vorgegebene Kreissegment und gliedert sich in drei wesentliche Teile:
  • Das VERSUCHSFELD mit Aggregaträumen und Transportzone sowie der über dem Versuchsfeld angeordneten Lüftungszentrale
  • Die hofseitig angeordnete BÜROZONE
  • Der VERBINDUNGSBAU mit Foyer, Seminarraum und Sanitärkern sowie dem Anschluss an das Seminargebäude des bestehenden Gebäudes.
Das VERSUCHSFELD wird, um in der Geräteaufstellung flexibel zu bleiben, stützenfrei gehalten. Bei einer Spannweite von 17,83 m werden über der Lüftungszentrale 90 cm hohe, geschweißte Stahlträger, die im Verbund mit der 20 cm dicken Stahlbetondecke stehen, angeordnet.
Die 25 cm dicke Stahlbetondecke über dem Versuchsfeld (Fußboden und Lüftungszentrale) hängt über mit Spannschlössern versehenen Stahlzuggliedern an den Stahlverbundträgern. Die Stützen sind schlanke Rundrohrstützen.

Die BÜROZONE einschließlich des Transportgangs bleibt ebenso stützenfrei. Deshalb hängen auch hier die Stahlbetondecken an der über der Dachdecke angeordneten Stahlträgern.

Der VERBINDUNGSBAU erhält als Tragwerk eine Stahlbetonkonstruktion. Die Lasten werden durch Stahlbetonstützen und –wände abgetragen. Der im Obergeschoß angeordnete ovale Seminarraum wird durch Stützen und die Wände des Sanitärkerns abgefangen.

Wegen der schlechten BAUGRUNDVERHÄLTNISSE wurde eine Pfahlgründung erforderlich.
Ausgeführt wurden Vollverdrängungspfähle. Die 30 cm dicke Sohlplatte spannt ebenfalls freitragend auf diese Pfähle.