Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Standort:Berlin-Oberschöneweide (ehem. Standort der KWO Kabelwerke Oberspree, ursprünglich AEG)
Bauherr:Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Architekten:Nalbach+Nalbach Gesellschaft von Architekten mbH
Bauaufgabe:1. Bauaubschnitt-Hauptaufgabe - Errichtung des Zentralcampus der FHTW (Fachhochschule für Technik und Wirtschaft) Berlin (siehe Beschreibung)
Leistungen:Ingenieurbüro für Bauwesen Dipl.-Ing. Herbert Fink GmbH, Tragwerksplanung nach §64 HOAI, Leistungsphasen 2-6
Bearbeitungszeit:2005-2008
Fertigstellung:2009
Konstruktion:Gebäude A4, Gebäude A8, Gebäude A19 (Spreehalle), Hallen 5-7
Baustoff:Stahlbeton, Stahl (Details siehe Beschreibung)


Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

1. Bauabschnitt-Hauptaufgabe
Für die Einrichtung des Zentralcampus der FHTW (Fachhochschule für Technik und Wirtschaft) in Berlin, Oberschöneweide wurde der ursprüngliche Industriestandort der KWO Kabelwerke Oberspree gewählt. Die Maßnahme umfasst Umbau und Sanierung von Bestandsgebäuden der Produktion (A4, A19 und Hallen H5 bis 7). Die Gebäude wurden seit Beginn des letzten Jahrhunderts bis in die 90er Jahre industriell genutzt und waren z. T. hinsichtlich Kontaminationen zu sanieren. Des Weiteren entstand an der Stelle des Gebäudes A8 ein Neubau mit gleichem Erscheinungsbild sowie ein Erweiterungsbau.

Konstruktion


Gebäude A4: Die Gebäude sind im Wesentlichen in den Jahren 1905-1915 für die AEG errichtet worden und sollen nun als Verwaltung der FHTW sowie für Professorenbüros und Seminarräume genutzt werden.Die Satteldächer wurden teilweise als Holz- und teilweise als Betondächer hergestellt. Neben den für die neue Nutzung erforderlichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen wurden kontaminierte Decken ausgetauscht und die Herstellung einer Weißen Wanne im vorhandenen Kellergeschoss vorgenommen. Die nicht mehr tragfähigen Stützen im Untergeschoss wurden durch eine Stahlbetonummantelung ertüchtigt.

Gebäude A8:

Stahlskelettbau in Verbindung mit Mauerwerksumfassungswänden. Decken: sogen. Koenensche Voutendecken auf Stahlträgern

Gebäude A19 (Spreehalle):

wurde in den Jahren 1960 / 61 als Stahlbetonbau mit Unterkellerung errichtet. Für die vorgesehene Nutzung als Büro- und Laborräume, Mensa und Bibliothek wird das Gebäude neben der Sanierung umfangreich umgebaut – z. B. durch das Einziehen neuer Deckenebenen.

Hallen 5 bis 7:

Bei den Gebäuden handelt es sich um drei eingeschossige Hallen in Massivbauweise. Die ursprünglich in Mauerwerk errichteten Gebäude wurden in den 90er Jahren saniert und zum Teil neu errichtet.
Es ist Technik- und Werkstattnutzung für den Fachbereich Fahrzeugtechnik vorgesehen. Die Hallen sind z. T. mit erhaltenswerten Mauerwerksfassaden ausgestattet. Durch neue Stahlbeton- und Stahlelemente ergibt sich eine Mischbauweise.
Die eingeschossigen Hallen sind in gutem Zustand. Es wurden keine nennenswerten Schäden festgestellt. Die Hallen 5 und 7 erhalten in Teilbereichen eine neue Bohrpfahlgründung.