Universitätsklinikum Rudolf Virchow (heute Charité),Westbebauung für Forschung und Lehre

Standort:Berlin-Wedding
Bauherr:Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen und Verkehr Berlin
Architekten:Deubzer König Architekten
Bauaufgabe:Umbau und Erweiterung der historischen Krankenhausanlage des Architekten Ludwig Hoffmann von 1906.
Leistungen:Ingenieurbüro für Bauwesen Dipl.-Ing. Herbert Fink GmbH, Tragwerksplanung nach §64 HOAI, Leistungsphasen 1-6, Honorarzone IV Thermische Bauphysik nach §78 HOAI
Bearbeitungszeit:1988-1995
Fertigstellung:Lehre - 1994, Forschung - 1995, Bibliothek - 1996
Konstruktion:Lehre - Stahlbetonkonstruktion mit Flach- bzw. Plattenbalkendecken, Forschung - Flachdecken auf Stützenraster 6,60 / 6,60 m, Bibliothek - Umbau der historischen Pathologie unter Verwendung von Ortbetonverbunddecken. Höfe durch Stahlkonstruktion überdacht
Baustoffe:Stahlbeton, Stahl


Universitätsklinikum Rudolf Virchow (heute Charité), Westbebauung für Forschung und Lehre

Baubeschreibung:

Das Städtische Krankenhaus Rudolf Virchow wurde im Juli 1987 in eine medizinische Hochschuleinrichtung umgewandelt. Neben der Umstrukturierung der klinischen Einrichtungen wurden umfangreiche Neubauten für Forschung und Lehre erforderlich.
Das Bauvorhaben umfasst 3 Bauteile:

Forschung:
Umbauter Raum 130.000 m³
Es handelt sich hier um ein 4-geschossiges (incl. Untergeschoss) Gebäude mit einem in Teilbereichen zusätzlichen Dachgeschoss, in dem u.a. Institute für Humangenetik, Pathologie, Klinische Chemie, Mikrobiologie und Hygiene, sowie verschiedene Laboreinrichtungen, die Tierhaltung und Seminar-, Konferenz-, Rechner- und Arbeitsräume untergebracht sind.
Es wurde ein Konstruktions- und Ausbauraster gewählt, das spätere Veränderungen ermöglicht. Es wurden weitgehend Flachdecken aus Stahlbeton bei einem Stützenraster von 6,60 / 6,60 m ausgeführt.

Lehre:
Umbauter Raum 36.000 m³
Hier handelt es sich um ein (incl. Untergeschoss) 4-geschossiges Gebäude mit Hörsälen, Caféteria, Aufenthalts- und Seminarräumen, Foto- und Filmarchiv sowie einer Mediathek. Dieses Gebäude wird im wesentlichen aus Stahlbeton-Konstruktionen gebildet. In Abhängigkeit von den unterschiedlichen Spannweiten wurden Flachdecken oder Plattenbalkendecken ausgeführt.

Umbau der Pathologie zur Bibliothek:

Die Pathologie – ein Gebäude aus dem historischen Bestand – wurde zur Fachbereichsbibliothek umgebaut. Aufgrund der hohen Belastung aus den spezifischen Anforderungen einer Bibliothek musste die vorhandene Decke durch Ortbetonverbunddecken ersetzt werden.

Zwei der drei zentral gelegenen Höfe wurden durch eine Stahlkonstruktion überdacht.