Deutsche Botschaft Warschau

Standort:Warschau
Bauherr:BRD vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen + Raumordnung
Architekten:Holger Kleine Gesellschaft von Architekten mbH
Bauaufgabe:Neubau der Deutschen Botschaft in Warschau mit Kanzlei- und Residenzgebäude
Leistungen:Tragwerksplanung gem. § 64 HOAI, Lph. 2-6
Bearbeitungszeit:Wettbewerb 2003, 3.Preis zur Ausführung ausgewählt - 2007
Fertigstellung:2007 Baukosten ca. 15,3 Mio €
Konstruktion:Massivbau in Stahlbeton, punkt- bzw. liniengestütze Deckenplatten, Auskragung des westlichen Gebäudeteils über die unteren Geschosse. Abfangungen durch Träger bzw. dicke Deckenplatten. Untergeschoss und Gründung in WU-Beton.


Deutsche Botschaft Warschau

Tragwerk:
Die Gebäude wurden in Massivbauweise ausgeführt. Die Deckenplatten sind punktgestützt bzw. linienartig gelagert und  besitzen Dicken von 20 bis 30 cm (im Ausnahmefall 50 cm).
Die Spannweiten betragen ca. 6,0 m bis 11,0 m, im UG i. d. R. 5,40 m. Die Obergeschosse im westlichen Gebäudeteil des nördlichen Riegels kragen ca. 5,60 m über die unteren Geschosse aus. Die umlaufenden Außenwände werden in den Obergeschossen als Lochfassade sowie Stützen-Riegel-Konstruktionen mit einer Dicke von i. d. R. 30 cm bzw. 35/35 cm in EG/ZG ausgeführt. Last abtragende Elemente im UG sind als schmale Wandpfeiler mit d=25 cm bzw. als Einzelwandscheiben ausgebildet worden. Die Unterschiedlichkeit der Tragsysteme der Büro-und Sockelgeschosse erfordert bereichsweise Abfangkonstruktionen. Durch Anordnung von Abfangträgern sowie die Aufdickung von Deckenplatten werden die Stützenlasten der Obergeschosse auf das Tragsystem des Sockelbereiches abgetragen und bis ins Untergeschoss weitergeleitet. Sämtliche massiven Wände gewährleisten zusammen mit den Deckenscheiben die Stabilität des Einzelgebäudes. Aufgrund von Wandabfangungen liegen wechselnde Stabilitätssysteme vor.

Gründung:

Das Untergeschoss wurde als „Weiße Wanne“ ausgeführt. Die Gründung der last- abtragenden Stützen und Wände erfolgte hier mittels Gründungsplatte (d=70 cm). Die Außenwände erhielten eine Dicke von 30 cm aus WU-Beton. Der südliche Teilbereich des PSV-Sockels, die Residenz und der eingeschossige Bereich unter der Terrasse wurde mittels oben liegender Streifenfundamente gegründet.