Verwaltungsbau SoVD Sozialverband Deutschland e. V.

Standort:Rolandufer 6, Berlin - Mitte
Bauherr:Reichsbund Wohnungsbaugesellschaft mbH (jetzt Sozialverband Deutschland e. V.)
Architekten:Léon Wohlhage Wernik Gesellschaft von Architekten mbH
Bauaufgabe:Neubau eines 8-geschossigen Bürohauses mit Wohnungen und Restaurant im EG
Leistungen:Tragwerksplanung gem. § 64 HOAI, Lph. 1 - 6
Fertigstellung:2003
Konstruktion:Stahlbeton Massivbau mit weiten Auskragungen


Verwaltungsbau SoVD Sozialverband Deutschland e. V.

Baubeschreibung: (Rolandufer)
Der Neubau des 8-geschossigen, voll unterkellerten Gebäudes mit einer Breite von 18,8 m und einer Länge von 34,0 m dient im Wesentlichen dem Sozialverband Deutschland als Verwaltungsgebäude. Im Untergeschoss befinden sich Tiefgarage und Technikräume, im Erdgeschoss ein Restaurant. Die Obergeschosse 1 - 5 werden als Büroräume genutzt. Im 6. und 7. Obergeschoss sind Wohnungen angeordnet.

Tragwerk:
Das fugenlose Gebäude wurde als Stahlbetonkonstruktion ausgeführt. Wesentliches Tragelement ist der zentral angeordnete vom Keller- bis zum 7. Obergeschoss durchgeführte Kern. Von dort spannen vom Keller- bis zum 5. Obergeschoss die Decken zu der tragenden Außenwand. Im Norden befinden sich zwischen Kern und Außenwand Stahlbetonwände in den Obergeschossen und Verbundstützen im Erd- und Kellergeschoss. Im 6. und 7. Obergeschoss springt die Fassade um ca. 1,50 m nach innen. Die 50 cm dicke Decke über dem 5. Obergeschoss dient als Abfangebene für die beiden Wohngeschosse. Im Erdgeschoss entfallen große Teile der nördlichen und südlichen tragenden Außenwände, wodurch sich Auskragungen bis zu 6,70 m Länge ergeben. Die Lasten werden hier über die tragenden Stahlbetonaußenwände (Lochfassade) der Obergeschosse in den mittleren Kern zurückgehängt.

Baugrund und Gründung:
Nach Baugrundgutachten war ab einer Tiefe von  -5,00 m bei mitteldicht gelagertem Sand guter Baugrund gegeben. Als Gründung wurde bis zu einer Gründungstiefe von ca. - 4,00 m bei Austausch der vorhandenen Auffüllungen eine Flachgründung mit einer Fundamentplatte von 1,00 m geplant. Wegen der bei Aushub der Baugrube in größerer Tiefe vorgefundenen nicht tragfähigen Muddeschichten, wurde bei Beibehaltung der Fundamentplatte eine Tiefgründung mit Verdrängungspfählen  ausgeführt.